Hilfe für Japan

Wenn es bei Ihren Freunden so aussähe, wie derzeit im Nordosten Japans, wären Sie doch sicher auch der Meinung das etwas getan werden muss. Wir wollen unseren Beitrag leisten, damit den Menschen in Japan nach der schrecklichen Tsunami-Katastrophe geholfen werden kann.

Wir, der Musikverein Mümlingtal, haben schon seit 30 Jahren enge Verbindungen nach Japan, waren zu Konzertreisen im „Land der aufgehenden Sonne“ und hatten auch mehrmals japanische Musikgruppen zu Gast. Nun wollen wir eine Spendenaktion starten, um über den Stadtjugendring „Kobe Youthnet“ (weitere Informationen hierzu finden Sie am Ende der Seite) zur Linderung der größten Not in den betroffenen Gebieten beizutragen.

Hilfe für die Erdbebenopfer
Bereits 1995, als ein Erbeben in Kobe viele Menschen zu Obdachlosen machte, haben wir versucht den Opfern mit einem Spendenaufruf finanziell so gut es ging zu helfen. Mit unseren Mitgliedern Mine Gassner und Noriko Sakanoe-Schuck leben zwei Japanerinnen aus Kobe schon seit vielen Jahren bei uns Mömlingen, die natürlich immer noch engen Kontakt zu den Menschen in ihrem Heimatland haben. Durch sie und unsere vielen Freunde in Japan wissen wir, wo Hilfe am nötigsten ist und was gebraucht wird. Auch dieses Mal wollen wir das Geld wieder durch eine Abordnung des Musikvereins persönlich übergeben. Dadurch können wir sicherstellen, dass die Spenden beim Stadtjugendring im Nordosten des Landes, wo sich die Katastrophe ereignete, auch zweckgebunden eingesetzt werden.

Auch beim “Konzert des Jahres” kann gespendet werden
Die finanzielle Zuwendung soll für den Wiederaufbau der Jugendarbeit in den betroffenen Gebieten eingesetzt werden. Auch ein Teil des Erlöses aus unserem „Konzert des Jahres“ soll in den Spendentopf fließen.

Die Situation in Japan
Die Situation für die Menschen in Japan ist unvorstellbar. Die Notunterkünfte sind völlig überfüllt. Viele flüchteten zu ihren Verwandten und Bekannten in die großen Städte. „Dort gibt es keine so großzügig ausgestattete Wohnungen wie bei uns“, erläutert Thomas Pachale von der Vereinsführung, der Japan schon mehrfach besucht hat. Die Familien leben auf engstem Raum, und wenn dann noch mehrere Personen dazu kämen, sei der vorhandene Platz mehr als ausgereizt. Durch die Evakuierung aus dem Gebiet um Fukushima spitze sich die Situation noch weiter zu. „Viele ältere Bewohner kehren in das verseuchte Gebiet zurück, obwohl sie genau wissen, dass sie radioaktiv verstrahlt werden. Aber sie sagen: Wir sind alt und haben nicht mehr viel zu verlieren“. Besonders beeindruckend ist, wie diszipliniert und ruhig sich die Japaner verhalten. „Sie jammern nicht, sondern versuchen, das Beste aus der Situation zu machen“, so Pachale.

So können Sie spenden
Spenden für die Opfer aus dem Nordosten Japans können auf das eigens für diese Aktion eingerichtete Konto des Musikvereins Mümlingtal eingezahlt werden. Auch am „Konzert des Jahres“ ist es möglich, direkt zu spenden.

Kontonummer 430 154 542
Bankleitzahl 796 50 000
Sparkasse Miltenberg-Obernburg
Stichwort: „Hilfe für Japan“

Der Betrag, den der Musikverein Mümlingtal durch die Spendenaktion erhält, wird von Frau Noriko Sakanoe-Schuck persönlich Anfang Juni an Kobe Youthnet übergeben und an die Jugendringe der betroffenen Gebiete weitergeleitet, wo es zweckgebunden für den Wiederaufbau verwendet wird.

Hintergrund Kobe Youthnet
Seit Anfang der 80er Jahre hat der Mömlinger Musikverein engen Kontakt zum Kobe Youthnet, Stadtjugendring in der japanischen Stadt Kobe, der überwiegend von ehrenamtlich engagierten Japanern geleitet wird. Neben der Jugendarbeit, Jugendförderung und der Leitung von Einrichtungen für Jugendliche organisiert das Youthnet auch den internationalen Jugendaustausch. Seit mehr als 30 Jahren unterstützt die Organisation den Musikverein aus Mömlingen bei seinen Konzertreisen nach Japan und Gegenbesuche von japanischen Musikgruppen in Mömlingen. Daraus entwickelten sich viele Freundschaften. Das Kobe Youthnet ist mit den anderen japanischen Jugendringen vernetzt, auch mit denen im Nordosten, wo die Menschen mit den verheerenden Auswirkungen der Naturkatastrophe zu kämpfen haben.